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Hommage a Karl-Heinz Adler

Hommage a Karl-Heinz Adler

05. Mai 2019 bis zum 11. August 2019

 

 

INFORMATIONEN ZUR AUSSTELLUNG » 


Zu Ehren des im letzten Jahr verstorbenen Künstlers Karl-Heinz Adler (1927-2018) zeigen die Kunstsammlungen Chemnitz eine Auswahl seiner Werke aus unterschiedlichen Schaffenszeiten. Adler war einer der herausragenden Vertreter der konkret-konstruktiven Kunst in Deutschland und gilt bis heute als wichtiger Repräsentant der sogenannten Ostmoderne. In seinem Suchen, die Ordnungsmuster der Welt sichtbar zu machen, vermied er die Nachahmung von Natur und fokussierte sich auf abstrakte Formen und Farben. Durch das systematische Anordnen von Teilen und Formen, das Schichten von Flächen oder die serielle Abfolge von Linien erschuf er Konstellationen, die von ihm auch auf Kunst am Bau-Projekte und freie künstlerische Arbeiten übertragen wurden. Parallel zur Ausstellung zum Bauhaus, das ihn in seinem ästhetischen Denken mit beeinflusst hat, widmet sich die Präsentation seinen geschichteten Flächen, den seriellen Lineaturen und seinen Entwürfen für Kunst am Bau.

Im Rahmen der Ausstellung findet am 26. Juni 2019 um 18:30 Uhr ein Künstlergespräch zwischen Olaf Nicolai und dem Generaldirektor Dr. Frédéric Bußmann in den Räumen der Kunstsammlungen am Theaterplatz statt.

Die Kunstsammlungen Chemnitz danken Dr. Ingrid Adler und der Galerie EIGEN + ART Berlin/Leipzig für ihre großzügige Unterstützung.

Biografie Karl-Heinz Adler

1927
geboren am 20. Juni in Remtengrün/Vogtland

1941-1944
Lehre zum Musterzeichner

1947-1953
Studium an der Hochschule für Bildende Künste in Berlin (West) und der Hochschule der Bildende Künste Dresden bei Arthur Degner, Wilhelm Rudolph und Hans Grundig

1955-1961
lehrt und forscht an der TH Dresden, Entstehung erste konstruktiv-gestalthafter Collagewerkgruppen; Besuch bei Picasso

1961-1966
Sektorenleiter für Bildende Kunst am Zentralhaus für Volkskunst der DDR, anschließend freischaffend Tätig

1967-1970
Entstehung erster Werkgruppen mit seriellen Lineaturen, freie konstruktive Arbeiten sowie Kunst im öffentlichen Raum; Forschungs- und Entwicklungsarbeiten, z.B. an seriellen Systemen wie dem Betongformsteinsystem zusammen mit Friedrich Kracht, Vorsitzender der Produktionsgesnossenschaft Kunst am Bau Dresden; 1970er Jahre erste Folienschichtungen, Berufung als Gastdozent an die Kunstakademie Düsseldorf, Ablehnung durch die DDR

1984-1995
illegale Einzelausstellungen in Schweden und Polen, Ausbau der Bleistiftzeichnungen Serielle Lineaturen, Beginn der Umsetzung auf große Tafeln, Gastprofessor an der Kunstakadmie Düsseldorf, Ausbau der Werkgruppe Serielle Lineaturen, Aufnahme in den Deutschen Künstlerbund

seit 1991
zahlreiche Einzelausstellungen im In- und Ausland, u.a. in Essen, Bottrop, Berlin, Prag und der Deutschen Akademie Villa Massimo in Rom

2005
ständige Ausstellung im Museum Modern Art Hünfeld

2008
Verleihung des Professorentitels der TU Dresden - Honorarprofessor für Bildnerische Lehre an der Fakultät Architektur

2014
Ernennung zum Ehrenbürger seiner Heimatstadt Adorf im Vogtland

2016
Ernennung zum Ehrenmitglied der Sächsischen Akademie der Künste

2018
Verleihung des Bundesverdienstkreuzes 1. Klasse der Bundesrepublik Deutschland; Adler verstirbt am 4. November in Dresden.


© Kunstsammlungen Chemnitz 2019