Kunstsammlungen am Theaterplatz
18. Jul 2021 – 24. Okt 2021

Carlfriedrich Claus und Gerhard Altenbourg im Dialog

Gerhard Altenbourg, Berggänge, 1964, Chinesische Tusche, Bleistift, Rötel, Kreide auf Bütten, 50 x 65 cm, Stiftung Gunzenhauser Chemnitz, Foto: Kunstsammlungen Chemnitz – Museum Gunzenhauser/László Tóth, Chemnitz © © VG BIld-Kunst, Bonn 2021

Carlfriedrich Claus und Gerhard Altenbourg im Dialog
Nähe und Distanz

Die Beziehung zwischen Carlfriedrich Claus und Gerhard Altenbourg beruhte weniger auf einer persönlichen Affinität füreinander als auf dem eigenständigen Agieren im selben kulturellen Milieu. Persönlich begegneten sie sich erstmals 1961 in der Galerie Schüler in West-Berlin. Doch schon in den Jahren nach 1945 beschäftigten sich beide mit der Kunst der Avantgarden – vor allem mit Surrealismus, Dadaismus und Futurismus – und adaptierten deren Konzepte wie den Automatismus oder die Intermedialität.

Sowohl die subtilen Zeichnungen und Grafiken von Altenbourg als auch die Sprachblätter von Claus passten nicht in das starre Muster des normativen DDR-Realismus. Stattdessen genossen beide Künstler früh eine internationale Aufmerksamkeit, was wiederum Repressionen in der DDR auslöste und das solidarische, aber auch kritische Verhältnis zueinander erklärt. Zum ersten Mal wird die Beziehung dieser beiden Künstler der DDR in einer großen Ausstellung gewürdigt.

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