Wir laden Sie herzlich ein zur Kuratorenführung durch die Ausstellung Die neue Stadt am Donnerstag, den 22. Januar 2026 um 16:30 Uhr im Schloßbergmuseum ein. Was hat ein Modell der IBA 1957 in Westberlin in einer Ausstellung über den Aufbau von Karl-Marx-Stadt zu suchen? Warum ist so wenig bekannt, dass in Stadt und Bezirk Karl-Marx-Stadt außer Maschinen, Fahrzeugen und Textilien auch viele kleine Dinge hergestellt wurden, die heute als Kultobjekte der Ostmoderne gelten? Wer war Peter Michael? Und wie hat es das Fotoporträt von Mutti in die Ausstellung geschafft…? Diese Führung mit Kurator Peer Ehmke beschäftigt sich mit solchen Fragen und erzählt Geschichte(n) hinter den Exponaten.
Die Ausstellung des Schloßbergmuseums verfolgt die nur wenige Jahrzehnte währende, aber intensive und folgenreiche Epoche als Karl-Marx-Stadt mit besonderem Fokus auf die Entwicklungen im Städtebau und in der Architektur.
Das Ende des Zweiten Weltkriegs bedeutete für die schwer zerstörte Industriestadt Chemnitz in mehrfacher Hinsicht ein Neubeginn: 1949 entstand die DDR, 1952 wurden die Länder aufgelöst und zwölf Bezirke als neue Verwaltungsstruktur geschaffen. Chemnitz erhielt dabei nicht nur den Status einer Bezirkshauptstadt, sondern wurde 1953, auf Beschluss der Staatspartei SED, auch umbenannt. Mit dem Namen des Philosophen und kommunistischen Vordenkers Karl Marx wies man der Stadt – beabsichtigt oder nicht – eine Rolle als »sozialistische Musterstadt« zu.
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