Museum Gunzenhauser

Mahlzeit! Zu Tisch

27.11.2026 – 04.04.2027

Öffnungszeiten

Di – So, Feiertag 11 – 18 Uhr
24., 25. & 31.12. geschlossen

Adresse & Kontakt

Falkeplatz, 09112 Chemnitz
Postanschrift und barrierefreier Zugang:
Stollberger Straße 2, 09119 Chemnitz
T +49 (0)371 488 7024, F +49 (0)371 488 7099
gunzenhauser@stadt-chemnitz.de

Öffnungszeiten

Di – So, Feiertag 11 – 18 Uhr
24., 25. & 31.12. geschlossen

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Falkeplatz, 09112 Chemnitz
Postanschrift und barrierefreier Zugang:
Stollberger Straße 2, 09119 Chemnitz
T +49 (0)371 488 7024, F +49 (0)371 488 7099
gunzenhauser@stadt-chemnitz.de

Zu Tisch

In der dreiteiligen Ausstellungsreihe Mahlzeit! widmet sich das Museum Gunzenhauser dem Thema Essen in der Kunst. Mit der dritten Ausstellung werden die sozialen und kulturellen Dimensionen des Essens Zu Tisch gebracht.

Bilder von geteilten Mahlzeiten sind in der Kunstgeschichte ein vertrautes Motiv. Die Ausstellung Zu Tisch nimmt Darstellungen des Essens und gemeinschaftlicher Mahlzeiten in den Blick. Sie hinterfragt, wie sich Kultur rund um Essen und Trinken formiert und ab wann Essen selbst zu einem kulturellen Phänomen wird.

Ausgehend von den Sammlungsbeständen der Kunstsammlungen Chemnitz und ergänzt durch externe Leihgaben werden Kunstwerke von der Klassischen Moderne bis in die Gegenwart präsentiert, in denen der Tisch nicht nur als Ort der Nahrungsaufnahme fungiert, sondern zum Schauplatz sozialer und gesellschaftlicher Ordnungen, kultureller und religiöser Codierungen sowie sozio-ökonomischer Verhältnisse wird.

Rituale und Traditionen

Essen ist eng mit Ritualen und Traditionen verbunden. Ess- und Tischkultur, Tischsitten, die Auswahl der Speisen und Getränke oder das Tischgedeck sind immer auch Bedeutungsträger, die sich in der Kunst auf vielfältige Weise widerspiegeln.

Die Ausstellung Zu Tisch zeigt, wie in der Kunst Tische und Speisen häufig als Symbole eingesetzt werden, um auf kulturelle, soziale oder religiöse Zusammenhänge zu verweisen und präsentiert Werke, die unterschiedliche Tischkulturen und religiöse Praktiken thematisieren. Neben Fotografien von Benyamin Reich an der Schnittstelle von jüdischen Traditionen und queerer Identität treffen Besucher:innen auf Margot Pilz‘ feministische Version des Letzten Abendmahls und auf Karten spielende Nonnen.

Esskulturen

Darstellungen des Essens in der Kunst offenbaren kulturelle Vielfalt und das Weitertragen von Kultur und Identität. Eingeladen werden die Besucher:innen der Ausstellung in Hiền Hoàngs persönliches Asia Bistro und zur Betrachtung von Ülkü Süngüns fotografischen Installationen aufgetischter Gebrauchsgegenstände aus türkischen Läden. Schon immer von transkulturellen Entwicklungen geprägt, befinden sich Esskulturen im stetigen Wandel. Als Medium kann Essen Gemeinschaften bilden, Austausch formen und Kulturen füreinander öffnen. Gleichsam erzählen künstlerische Perspektiven davon, wie Essen und Essgewohnheiten durch Othering-Mechanismen abgewertet werden und zu Ausgrenzung führen können.

Soziale Ordnungen des Essens

Gemeinsame Mahlzeiten sind mehr als funktionales Teilen von Nahrung. Sie sind immer auch soziale Situationen. Zu Tisch bilden und reproduzieren sich soziale Muster und Hierarchien; hier entsteht eine Verbindung des Individuums mit der Gruppe. Einsamkeit und sozialer Ausschluss zeigen sich daher gerade beim Essen besonders deutlich. In der Kunst gehört das Thema Einsamkeit in Tischszenarien zu einem wiederkehrenden Motiv. Während Daniel Spoerri und Fern Liberty Kallenbach Campbell in Form von Assemblage und Textilskulptur die Spuren geselliger Mahlzeiten und des Alltags verewigen, entwerfen Karl Schmidt-Rottluff oder Johannes Grützke gemeinschaftliche Tischszenarien. Demgegenüber stehen von Einsamkeit geprägte Tischmomente von Ernst Ludwig Kirchner und Helmut Kolle. In Raga Rahmans Videoarbeit To Fill the Void, I Go to the Supermarket wird Essen als Träger von Erinnerung und als Mittel des Trostes integraler Bestandteil diasporischer Kultur.

Sozio-ökonomische Aspekte des Essens, Zwischen Slow und Fast Food

Esskulturen bewegen sich heute zwischen globaler Standardisierung und regionalen Traditionen, zwischen »Slow Food« als Ausdruck von Gemeinschaft und Selfcare und »Fast Food« als Sinnbild einer anonymisierten und funktionalen Lebensweise. Die Ausstellung stellt diese beiden Gegensätze gegenüber und zeigt künstlerische Positionen, die sozio-ökonomische Unterschiede thematisieren und Tischkultur als Spiegel gesellschaftlicher Verhältnisse verstehen sowie Fragen nach Wohlstand und Mangel stellen. In der Ausstellung lassen Anna und Bernhard Blume in der Serie Mahlzeit im spießigen Ehealltag die Töpfe explodieren. Janina Stachs vornehme Messerbänke begegnen einer interaktiven Chicken-Nuggets-Box von Julian Revelle.

 

Special:

Sie haben Geschirr, das ein neues Zuhause sucht? In der Ausstellung befindet sich ein Geschirr-Tausch-Tisch. Hier können Sie mitgebrachtes Geschirr gegen ein anderes Stück eintauschen. Nehmen Sie mit, was Ihnen gefällt – vielleicht steckt in Ihrem neuen Geschirr sogar eine Geschichte?

 

Die Ausstellungsreihe Mahlzeit! im Überblick:

Feinkunsthalle
7.3. – 14.6.2026
Angelehnt an die räumlichen Strukturen eines Einkaufsladens können Sie in den Ausstellungsräumen der Feinkunsthalle die delikatesten Nahrungs- und Genussmittel aus den Kunstsammlungen Chemnitz entdecken.

Serving Gender
4.7. – 1.11.2026
Die zweite Ausstellung thematisiert die Zusammenhänge von Geschlechterrollen und Essen und präsentiert Kunstwerke, die epochenübergreifend Arbeit und Fürsorge, Körper und soziale Rollen mit dem Zubereiten und Verteilen von Nahrung verknüpfen und lädt dazu ein, visuelle Erzählungen aus feministischer Perspektive neu zu lesen.

Zu Tisch
27.11. – 4.4.2027
Der dritte Ausstellungsteil widmet sich den sozialen und kulturellen Aspekten des Essens in der Kunst: gesellige Momente, sozialer Situationen, gemeinschaftlicher Zusammenhänge sowie kultureller Traditionen, Festen und Ritualen. Im Fokus steht die Frage, wie sich Kultur rund um Essen und Trinken formiert und ab wann Essen selbst zu einem kulturellen Phänomen wird.

Veranstaltungen

Weitere Termine

Galerie

Die Häuser der Kunstsammlungen Chemnitz

Museum Gunzenhauser, Foto: Kunstsammlungen Chemnitz/PUNCTUM/Bertram Kober

Museum Gunzenhauser

Das Museum Gunzenhauser beherbergt die Sammlung des Münchner Galeristen Dr. Alfred Gunzenhauser mit mehr als 3.000 Werken von 270 Künstler:innen mit Fokus auf die Kunst der Jahrhundertwende um 1900, den Expressionismus, die Neue Sachlichkeit sowie die Abstraktion im 20. Jahrhundert.

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  • Öffnungszeiten

    Di – So, Feiertag 11 – 18 Uhr
    24., 25. & 31.12. geschlossen

  • Eintritt

    10 Euro, ermäßigt 6,50 Euro

    Der Eintritt ins Museum ist immer kostenfrei für Kinder und Jugendliche bis zur Vollendung des 18. Lebensjahres sowie für Schüler:innen, Besuchende an ihrem Geburtstag, Studierende der TU Chemnitz, Chemnitzpass-Inhaber:innen, Begleitpersonen für Kindergarten- und Schulgruppen (eine Begleitperson je 5 Kinder/Jugendliche), Begleitpersonen von gebuchten Führungen und Betreuer:innen von Schwerbehinderten.
    Weitere Informationen zu Eintrittspreisen, Ermäßigungen, Gruppentarifen und Kombitickets für mehrere Museen der Kunstsammlungen Chemnitz entnehmen Sie bitte der Entgeltordnung.

    Tickets
  • Museumsshop

    Publikationen, Postkarten, Plakate und sonstige Museumsartikel sind an der Museumskasse erhältlich.
    Bestellungen richten Sie bitte an service.kunstsammlungen@stadt-chemnitz.de oder an die Faxnummer +49 (0)371 488 4498. Nutzen Sie hierfür bitte unser Bestellformular.

  • Adresse & Kontakt

    Falkeplatz, 09112 Chemnitz
    Postanschrift und barrierefreier Zugang:
    Stollberger Straße 2, 09119 Chemnitz
    T +49 (0)371 488 7024, F +49 (0)371 488 7099
    gunzenhauser@stadt-chemnitz.de

  • Barriere·Freiheit

    Der barrierefreie Eingang ist Stollberger Straße 2.
    Rollstuhl·Nutzer können alle Räume besuchen.

    Blinden·Hunde und Therapie·Hunde dürfen mit ins Museum.
    Für blinde Menschen gibt es einige Tast-Bilder.

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