Museum Gunzenhauser
15. Feb 2020 – 23. Aug 2020

Otto Dix und die Neue Sachlichkeit

Otto Dix und die Neue Sachlichkeit

Nach expressionistischen, futuristischen und dadaistischen Anfängen im künstlerischen Werk von Otto Dix kommt es um 1921 zu einer spürbaren formalen Beruhigung. Der Künstler entwickelt einen ganz eigenen kritischen Realismus, der altmeisterliche Technik mit beißender Gesellschaftskritik verbindet, und wird zu einem der bedeutendsten Protagonisten der Neuen Sachlichkeit. Unmittelbar nach der nationalsozialistischen Machtübernahme wird er als erster deutscher Künstler aus seiner Akademieprofessur in Dresden entlassen. Er flieht mit seiner Familie nach Hemmenhofen am Bodensee und zieht sich in ländlicher Umgebung in die Innere Emigration zurück. Unter dem Verlust seiner bisher wichtigsten Inspirationsquelle, das Milieu der Großstadt, entstehen nun vor allem Landschaftsbilder, die in der aufwändigen Lasurtechnik der altdeutschen Tafelmalerei ausgeführt werden. In diesen im Atelier entstandenen Kompositionen reflektiert Dix mithilfe bedrohlich erscheinender Naturgewalten versteckt das aktuelle politische Zeitgeschehen.

Anja Richter, Kuratorin des Museums Gunzenhauser, gibt eine Einführung in die Ausstellung und Beate Düber spricht in Videos über einzelne Werke.

Einführung zur Ausstellung und Bildbesprechung Gustav Wunderwald, Fabrik in Moabid, 1926

 

Bildbesprechung Karl Hubbuch, Verlobung steht bevor, 1935

 

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