Der Schrein der Erlösung. Das Heilige Grab aus der Chemnitzer Jakobikirche im europäischen Kontext

Internationales Kolloquium, 27.-29. Oktober 2021

Die Chemnitzer Kirchen bergen Kunstwerke von überregionaler, zum Teil europäischer Bedeutung. Zu den spektakulären Objekten zählt das Heilige Grab aus der Jakobikirche, das sich seit dem 19. Jahrhundert in den stadtgeschichtlichen Sammlungen befindet. Entstanden zwischen 1480 und 1520, diente es bis zur Einführung der Reformation der bildhaften Veranschaulichung von Passion und Auferstehung Jesu Christi. Nur wenige Exemplare dieser aus Holz gefertigten gotischen Prunkschreine haben sich erhalten. Zu den bislang bekannten Objekten in Chemnitz, Zwickau, Salzburg und Esztergom kommen nach jüngsten Forschungen noch weitere Vertreter im nordeuropäischen Raum hinzu. Sie stehen im Mittelpunkt einer internationalen Tagung, zu der namhafte Fachwissenschaftler – Historiker, Kunsthistoriker, Museologen, Theologen, Theaterwissenschaftler – aus sieben Ländern in Chemnitz erwartet werden. Die breit gefächerten Themen versprechen eine wissenschaftlich anspruchsvolle und doch anregende Diskussion zur Frömmigkeit und Kunst des späten Mittelalters in Sachsen, Deutschland und Europa.

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Heiliges Grab aus der Jakobikirche, Chemnitz, um 1480/1520, Holz, farbig gefasst und vergoldet, Kunstsammlungen Chemnitz/Schloßbergmuseum, Foto: Kunstsammlungen Chemnitz/Schloßbergmuseum/May Voigt
Heiliges Grab aus der Jakobikirche, Chemnitz, um 1480/1520