We warmly invite you to a public guided tour in english of the Serving Gender exhibition at the Museum Gunzenhauser on Saturday 8th of September at 1 pm.
In a global context, women have for centuries borne the brunt of the often invisible, unpaid care work associated with food: they cook, they provide for, and they feed children, families and communities. Serving Gender focuses on women as society’s primary providers of food and explores gender-specific ambivalences regarding food, which are linked to social power structures, cultural norms, assigned roles, and the control and disciplining of the female body.
At the heart of the exhibition is the question of how food not only satisfies biological needs but also reproduces social structures: Who prepares food, and who is depicted in images during these processes? What expectations of female care shape the dining table? Who is allowed to have an appetite? And why, in fact, are most top chefs male?
The exhibition spans a broad arc from the 19th century through significant feminist works of the 1970s – such as Martha Rosler’s iconic video work Semiotics of the Kitchen – to numerous contemporary works by artists including Sophia Süßmilch, Ivonne Thein, Henriette Grahnert, Julia Kissina, Eliane Diur and Fern Liberty Kallenbach Campbell. In terms of media, the exhibition ranges from textile art and painting, through printmaking and photography, to video works.
Public guided tours are limited to a maximum of 24 people. Please book your tickets via our online ticket shop, which you will find as a tab on the right-hand side of our website. Due to the limited group size, we ask groups of 10 or more to book guided tours in advance (0371 488 4461 or info.kunstsammlungen@stadt-chemnitz.de). Thank you very much!
You can find further dates in our events calendar.
We look forward to seeing you!
Meeting point: Ticket office at the Museum Gunzenhauser
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Wir laden Sie herzlich ein zur öffentlichen Führung auf Englisch durch die Ausstellungen Serving Gender des Museum Gunzenhauser am Samstag, den 8. August um 13 Uhr.
Im globalen Kontext tragen Frauen seit Jahrhunderten die Hauptlast der oftmals unsichtbaren, unbezahlten Care-Arbeit rund um Nahrung: Sie kochen, sie versorgen, sie ernähren Kinder, Familien und Gemeinschaften. Serving Gender stellt Frauen als zentrale Ernährerinnen der Gesellschaft in den Mittelpunkt und nähert sich geschlechtsspezifischen Ambivalenzen in Bezug auf Essen, die mit gesellschaftlichen Machtstrukturen, kulturellen Normen, Rollenzuschreibungen und der Kontrolle und Disziplinierung des weiblichen Körpers zusammenhängen.
Im Zentrum steht die Frage, wie Essen nicht nur biologische Bedürfnisse stillt, sondern gesellschaftliche Strukturen reproduziert: Wer bereitet Nahrung zu und wer wird in Bildern bei diesen Vorgängen dargestellt? Welche Erwartungen an weibliche Fürsorge prägen den Esstisch? Wer darf Appetit haben? Und wieso sind eigentlich die meisten Spitzenköch:innen männlich?
Die Ausstellung spannt einen weiten Bogen vom 19. Jahrhundert über bedeutende feministische Positionen der 1970er Jahre, wie Martha Roslers ikonische Videoarbeit Semiotics of the Kitchen bis hin zu zahlreichen zeitgenössischen Arbeiten von Künstler:innen wie Sophia Süßmilch, Ivonne Thein, Henriette Grahnert, Julia Kissina, Eliane Diur und Fern Liberty Kallenbach Campbell. In ihrer medialen Vielfalt reicht die Ausstellung von Textilkunst und Malerei über Druckgrafik und Fotografie bis zu Videoarbeiten.
Öffentliche Führungen sind auf maximal 24 Personen begrenzt. Wir bitten um Buchung der Tickets über unseren online Ticket-Shop, den Sie auch auf unserer Website rechts als Reiter finden. Gruppen ab 10 Personen bitten wir Führungen aufgrund der begrenzten Gruppenstärke vorzubestellen (0371 488 4461 oder info.kunstsammlungen@stadt-chemnitz.de). Vielen Dank!
Weitere Termine finden Sie in unserem Veranstaltungskalender.
Wir freuen uns auf Sie!
Treffpunkt: Kasse des Museum Gunzenhauser
Mit der dreiteiligen Ausstellungsreihe Mahlzeit! widmet sich das Museum Gunzenhauser 2026 dem Thema Essen in der Kunst. Nach der Ausstellung Feinkunsthalle, in der die Repräsentation von Konsum- und Kulturgeschichte von Lebensmitteln in der Kunst im Fokus stand, thematisiert der zweite Teil Serving Gender die vielschichtigen Zusammenhänge von Geschlechterrollen und Essen aus feministischer Perspektive. Ausgehend vom Sammlungsbestand der Kunstsammlungen Chemnitz und ergänzt um Leihgaben zeitgenössischer Kunst werden Werke präsentiert, die epochenübergreifend die vielfältigen Verflechtungen und Ambivalenzen sichtbar machen, die an der Schnittstelle von Essen und der sozialen Rolle von Frauen existieren. Die Spannweite reicht dabei von Evas Apfel als Ursprungsmythos weiblicher Verantwortung über die Muttermilch als Sinnbild biologischer und sozial erwarteter Fürsorge bis hin zu den vielschichtigen Normen, Ritualen und Rollenbildern, die Frauen und weiblich gelesene Körper mit dem Akt des Nährens und Essens verbindet.
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