Vortrag: 31. AGRICOLA-GESPRÄCH am 8. November 2025, um 10Uhr im Schloßbergmuseum
Dipl.-Ing. Wolfram Dolz, Dresden: Messen und Markscheidekunst in den Sammlungen des Mathematisch-Physikalischen Salons Dresden
Messen und Markscheidekunst lassen sich bis in die Antike zurückverfolgen. Für Sachsen erlangten sie Bedeutung bei der Vermessung von Grubenfeldern, Jagdrevieren, Wäldern, Fluren und zur Aufnahme von Routenkarten. Auch Agricola widmet im De re metallica libri XII der Markscheidekunst ein Kapitel. Für die direkte Messung wurden neben Meßstange und Meßschnur spezielle Geräte wie Astrolabium, Meßquadrat, Quadrant und Jakobstab u.a. entwickelt, später ergänzt durch Halb- und Vollkreisinstrumente, Theodolit, Kompaß, Meßtisch, Setzwaage und Nivellierinstrumente. Im Mathematisch-Physikalischen Salon Dresden findet sich eine stattliche Anzahl derartiger Instrumente, die bis in die Regierungszeit von Kurfürst August zurückreichen.
Der Referent, Dipl.-Ing. Wolfram Dolz, studierte Kartographie an der TU Dresden und wirkte seit 1984 als wissenschaftlicher Mitarbeiter und seit 1993 als Oberkustos am Mathematisch-Physikalischen Salon der Staatlichen Kunstsammlungen Dresden sowie als Kustos für die Sammlungen der Erd- und Himmelsgloben sowie der geodätischen Instrumente. 2010 wurde er als Vizepräsident der Internationalen Coronelli-Gesellschaft für Globenkunde ernannt.
Ab 13 Uhr haben Sie Gelegenheit, gemeinsam mit dem Referenten und der Kuratorin an der Führung durch die Sonderausstellung Eine Bergparade. Zwölf Personen der erzgebirgischen Bergbauregion teilzunehmen.
Eintritt: 5 Euro
Anmeldung zur Führung bitte an Andreas.Schuettoff@stadt-chemnitz.de oder unter: 0371 4884501.
