21 September 2021, 12:00 Uhr | Marx. Ein Film von Olaf Nicolai | Kunstsammlungen am Theaterplatz

Film : Marx. Ein Film von Olaf Nicolai

Olaf Nicolai, MARX, 2020, Videostill, 24 Stunden / 24 Hours HD / colour / 16 : 9 / stereo © Olaf NIcolai

Marx. Ein Film von Olaf Nicolai
24-Stunden-Screening

Am 21.9.2021 finden in den Kunstsammlungen Chemnitz und an 16 weiteren Orten rund um die Welt die erstmalige Vorführung von Marx statt, einem Film von Olaf Nicolai. Vor genau einem Jahr hatte der Künstler im Rahmen der Ausstellung Gegenwarten | Presences den Chemnitzer Monumentalkopf in einer fixen Ein-stellung als Close-Up aufgenommen. Wieder zur kalendarischen Tag- und Nacht-gleiche wird er nun von 12:00 Uhr (Ortszeit) bis 12:00 Uhr des Folgetages zu sehen sein. »Nicolai ist es gelungen, eine ebenso monumentale Form zu finden, wie sie die Chemnitzer Skulptur im Alltag ausstrahlt.« (Frédéric Bußmann, Generaldirektor der Kunstsammlungen Chemnitz)

Marx porträtiert in spezifischer Weise das 1971 hier in Chemnitz (damals Karl-Marx-Stadt) errichtete ikonische Karl-Marx-Monument, das übrigens in diesem Jahr sein 50-jähriges Jubiläum feiern wird. Olaf Nicolai (*1962 in Halle an der Saale) ist in Karl-Marx-Stadt aufgewachsen und daher auch biografisch mit der Porträtbüste verbunden. Auf dem bereits im Bildausschnitt monumental wirken-den Gesicht wandern die Schatten des sich fortbewegenden Lichtes wie über eine zerklüftete Landschaft, während die Geräusche des städtischen Lebens bis hin zu den Glockenschlägen des städtischen Rathauses im Hintergrund zu hören sind. Olaf Nicolai stellt mit dem Video die Frage nach dem Verlauf von Zeit, ihrer Messung und Bedeutung in physikalischer wie philosophischer Hinsicht. Er beendet den Film mit einem kurzen Zitat der dänischen Autorin Inger Christensen: »Keiner weiß, trotz allem, ob das Weltall rückwärts zählt, während wir getreulich vorwärts zählen.«

Olaf Nicolai
Marx, 2020
24 Stunden, HD, colour, 16:9, stereo
Kamera: Volker Sattel; Sound editor: Jakob Braito; Schnitt: Patrik Thomas

 

Konzipiert und produziert im Rahmen des Projekts Gegenwarten I Presences, 2020 veranstaltet durch die Kunstsammlungen Chemnitz mit Unterstützung der Kulturstiftung des Bundes und der Stadt Chemnitz. Die weltweite 24-Stunden-Uraufführung wurde ermöglicht durch die Unterstützung von Haus der Kunst, München; Galerie EIGEN + ART Leipzig / Berlin; Knust Kunz Gallery Editions; Stiftung Federkiel & Christian Jacobs.

Vorführungsorte nach Zeitzonen:
TIMES MUSEUM, Guangzhou / MAUDI, Tblissi / AL MA’MAL FOUNDATION FOR CONTEMPORARY ART, Jerusalem / CINÉMATHÈQUE DE TANGER, Tanger / GARAGE MUSEUM FOR CONTEMPORARY ART, Moskwa / GOETHE INSTITUT SOFIA, Sofia / LOCUS ATHENS, Athina / HAUS DER KULTUREN DER WELT, Berlin / HAUS DER KUNST, München / KUNSTSAMMLUNGEN CHEMNITZ, Chemnitz / MACRO. MUSEUM OF CONTEMPORARY ART, Roma / MGML. MUSEUM AND GALLERIES OF LJUBLJANA, Ljubljana / ICA. INSTITUTE OF CONTEMPORARY ARTS, London / FOGO ISLAND ARTS, Fogo Island / SUBTE. CENTRO DE EXPOSICIONES, Montevideo / ARTE CONTINUA LA HABANNA, Habanna / VILLA AURORA, Los Angeles

 

Gefördert durch die:

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