22. April 2020, 18:30 Uhr | Clara Mosch und Ralf-Rainer Wasse | Kunstsammlungen am Theaterplatz

Artist Talk: Gespräch mit Michael Morgner und Thomas Ranft

Wolfgang E. Biedermann, Manfred Butzmann, Thomas Ranft, Dagmar Ranft-Schinke, Ulrich Tarlatt, Ralf-Rainer Wasse (Fotograf), Tripel-Spiegelei (Pleinair Kolkwitz-Rudolstadt), 1986, Fotografie, Print von digitalisiertem Kleinbildnegativ 2020, 37 x 47 cm, Lindenau-Museum Altenburg © Lindenau-Museum Altenburg/Archiv der Fotonegative von Ralf-Rainer Wasse: Die Künstlergruppe Clara Mosch und die alternative Kunstszene der DDR in den siebziger und achtziger Jahren 2020 © VG Bild-Kunst, Bonn 2020

Die Aktionen der Karl-Marx-Städter Künstlergruppe Clara Mosch sind im Wesentlichen durch die Fotografien Ralf-Rainer Wasses überliefert. Die zwischen 1975 und 1986 entstandenen Fotografien, die Wasse auch für das Ministerium für Staatssicherheit anfertigte und die den Schwerpunkt der Ausstellung bilden, dokumentieren die eigentlich ephemeren Aktionen der Gruppe. Sie belegen die künstlerische Selbstinszenierung der Mitglieder von Clara Mosch – Carlfriedrich Claus, Thomas Ranft, Dagmar Ranft-Schinke, Michael Morgner und Gregor-Torsten Schade (seit 1980 Kozik) – zwischen Eigensinn und performativen Kunstformen und reflektieren zugleich Wasses ästhetische Ansprüche als Fotograf. In diesem Spannungsverhältnis beleuchtet die Ausstellung die Aktionen der Gruppe als eines der wichtigsten Beispiele alternativen Kunstschaffens in der DDR, das unabhängig von staatlicher Kunstdoktrin realisiert wurde.

Mit freundlicher Unterstützung des

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