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LOCATION:Schloßbergmuseum
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SUMMARY:Kurator:innenführung: Architektonische Agonie in Licht und Schatten
URL;VALUE=URI:https://www.kunstsammlungen-chemnitz.de/event/17-07-2026-15878/
DESCRIPTION:Kurator:innenführung: Architektonische Agonie in Licht und Schatten - <p class="font-claude-response-body break-words whitespace-normal">Kuratorenführung zur Ausstellung <em>Architektonische Agonie in Licht und Schatten. Fotografien von Christian Sünderwald </em>mit dem Leiter des Schloßbergmuseum, Stefan Thiele.</p>
<p class="font-claude-response-body break-words whitespace-normal">Das Schloßbergmuseum präsentiert in seiner Reihe der Chemnitzer Fotografen sechzig großformatige Schwarz-Weiß-Aufnahmen von Christian Sünderwald. Die Fotografien halten fest, was die Stadt im Wandel zurückließ – Bauwerke in Chemnitz und seiner Umgebung, die heute verschwunden oder grundlegend verändert sind.</p>
<p class="font-claude-response-body break-words whitespace-normal">Christian Sünderwald (*1968) kam unmittelbar nach der deutschen Wiedervereinigung aus München nach Chemnitz und begann, Gebäude und Anlagen festzuhalten, die zu Opfern der gesellschaftspolitischen und wirtschaftlichen Umbrüche geworden waren: Orte, die mit Leben erfüllt waren und plötzlich keine Nutzung mehr hatten – sogenannte »Lost Places«.</p>
<p class="font-claude-response-body break-words whitespace-normal">Das fotografische Spektrum ist breit. Es reicht von leergezogenen Verwaltungsgebäuden über Krankenhäuser und Vergnügungsstätten wie den Kulturpalast in Rabenstein bis zu den Relikten der Staatssicherheit und der DDR-Justiz – darunter die Stasi-Bunker an der Zschopauer Straße und das Gefängnis auf dem Kaßberg. Ebenso rückt Sünderwald stillgelegte Produktionsstandorte wie die Germania-Werke oder das Gaswerk in Altchemnitz ins Bild.</p>
<p class="font-claude-response-body break-words whitespace-normal">Sein Ziel ist es, den Prozess der »Agonie« – den langsamen Verfall, der nicht selten im Abriss mündete – zu dokumentieren. Die Ausstellung ermöglicht es, längst verschwundene Bauten wie das Forum in der Innenstadt oder den Marmorpalast in Altendorf wieder zu erleben. Im Gegensatz dazu stehen Objekte, die nach langem Verfall inzwischen aufwändig rekonstruiert wurden und einer neuen Nutzung zugeführt werden konnten – wie die Hartmann-Halle, die Aktienspinnerei oder die ehemalige Oberpostdirektion am Stephanplatz.</p>
<p class="font-claude-response-body break-words whitespace-normal">Außen- und Innenansichten der Gebäude wechseln sich ab. Kontrastreiches Gegenlicht und tiefe Schatten verleihen den Fotografien ihre eindringliche Wirkung. Was als künstlerisches Projekt begann, ist heute auch ein bedeutendes Dokument der Chemnitzer Architektur-, Kunst- und Produktionsgeschichte.</p>
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