Museum Gunzenhauser

Ernst Ludwig Kirchner in den Kunstsammlungen Chemnitz

15.02.2015 – 31.05.2015

Öffnungs·Zeiten


Dienstag bis Sonntag und an Feiertagen
geöffnet von 11 Uhr bis 18 Uhr

An einigen Feier·Tagen ist zu: Heilig·Abend, 1. Weihnachtsfeiertag und Silvester.

Adresse und Kontakt

Stollberger Straße 2
09119 Chemnitz

Telefon 0371 488 7024
Fax 0371 488 7099
E·Mail gunzenhauser@stadt-chemnitz.de

!!! Bis 31. Mai 2015 verlängert !!!

Ernst Ludwig Kirchner verbrachte seine Kindheit und Jugend in Chemnitz. Die Kunstsammlungen Chemnitz sind dank der Stiftung Dr. Alfred Gunzenhauser und großzügiger Leihgaben und Schenkungen im Besitz von 73 Werken aus den Jahren 1904 bis 1929.

67 Werke zeigt das Museum Gunzenhauser, 6 Werke das Museum am Theaterplatz. Zu sehen sind Gemälde, Aquarelle, Zeichnungen und über 50 Druckgrafiken. Anhand der Präsentation lässt sich in eindrucksvoller Weise die Entwicklung von Ernst Ludwig Kirchners künstlerischem Œuvre nachvollziehen. Die Ausstellung zeigt die ersten Holzschnitte, Werke aus der Zeit der Künstlergruppe Brücke in Dresden und Berlin, der Sommerausflüge nach Moritzburg und Fehmarn und alpine Motive der Davoser Zeit. Thematisch reichen die Darstellungen von Akten und Porträts über Stadt- und Architekturdarstellungen bis hin zu Tanz- und Naturerlebnissen.

Das Fundament von Ernst Ludwig Kirchners künstlerischem Schaffen wurde in Chemnitz gelegt. Seine Familie zog 1890 nach Chemnitz, wo der Vater zunächst eine Direktorenstelle in der Maschinenfabrik C.G. Haubold antrat und später einen Lehrauftrag für Papierfabrikation an den Technischen Staatslehranstalten innehatte. Beide Eltern lebten bis zu ihrem Tod in der Stadt. Der Vater starb 1921 und wurde auf dem Chemnitzer Nikolaifriedhof beigesetzt. Die Mutter starb 1928.

Ernst Ludwig Kirchner besuchte zunächst, wie auch der jüngere Karl Schmidt aus Rottluff bei Chemnitz, das Königliche Gymnasium auf dem Kaßberg und wechselte 1894 an das Realgymnasium in der Reitbahnstraße, auf das auch Erich Heckel ging. Hier besuchte Kirchner den Kunstunterricht bei Max Rudolph Fischer, der durch das reine Kopieren von Vorbildern die handwerklichen Fähigkeiten der Schüler zu fördern suchte und fundamentale künstlerische Techniken vermittelte.

Während seines Architekturstudiums in Dresden schloss Kirchner Freundschaft mit Fritz Bleyl aus Zwickau, Erich Heckel und Karl Schmidt-Rottluff. Am 7. Juni 1905 gründeten die vier Freunde die heute weltbekannte Künstlergemeinschaft Brücke.

Nach Kirchners Weggang aus Chemnitz, zog es ihn immer wieder in die Stadt. Im September 1909 nahm er an einer Eröffnungsausstellung der Kunstsammlungen Chemnitz im Neubau am Theaterplatz teil, an der er wie die anderen Brücke-Künstler beteiligt war. Bereits lange Jahre in der Schweiz sesshaft, besuchte er 1925/1926 seine Mutter in Chemnitz. In den Kunstsammlungen Chemnitz traf er deren Direktor Friedrich Schreiber-Weigand (1879–1953), der gerade eine Sammlungspräsentation Galerie der Moderne einrichtete. Während einer Abendgesellschaft in der von Henry van de Velde erbauten Villa des Fabrikanten Herbert Esche (1874–1962) begegnete Kirchner nach Jahren wieder Schmidt-Rottluff. Beeindruckt vom Blick auf die Stadt Chemnitz, begann er Skizzen anzufertigen. Nach seiner Rückkehr in die Schweiz vollendete Kirchner die winterliche Stadtansicht Chemnitzer Fabriken (1926).

1937 wurden in deutschen Museen 639 seiner Werke beschlagnahmt. Allein die Kunstsammlungen Chemnitz haben heute noch einen Verlust von 31 Werken zu verzeichnen. 25 seiner Gemälde wurden in der Münchner Ausstellung Entartete Kunst diffamierend zur Schau gestellt. Heute gehört Ernst Ludwig Kirchner unbestritten zu den bedeutendsten Künstlern des 20. Jahrhunderts.

Die Ausstellung Ernst Ludwig Kirchner in den Kunstsammlungen Chemnitz bildet den Auftakt einer Würdigung der großen Expressionisten, die ihre Kindheit und Jugend in Chemnitz verbrachten und deren Werke sich zahlreich im Bestand der Kunstsammlungen Chemnitz befinden. Vom 22. November 2015 bis zum 3. April 2016 folgt im Museum am Theaterplatz eine umfangreiche Schau mit etwa 500 Werken (Grafiken und Gemälde) von Karl Schmidt-Rottluff. Das Museum Gunzenhauser zeigt vom 13. Dezember 2015 bis zum 24. April 2016 circa 120 Werke Erich Heckels. Erstmalig werden in diesem Rahmen alle Werke dieser Künstler aus dem Bestand der Kunstsammlungen Chemnitz vollständig publiziert.

Die Ausstellung Ernst Ludwig Kirchner in den Kunstsammlungen Chemnitz wäre nicht möglich ohne die Stiftung Dr. Alfred Gunzenhauser und die Leihgaben der Dieter und Olga Bock-Stiftung, der Sammlung Claus Hüppe, der Sammlung Deutsche Bank und zahlreicher europäischer Privatsammler, die nicht genannt werden möchten.

Am 30. März 2015 erfolgt die Drehung der beidseitig bemalten Werke.

Mit freundlicher Unterstützung der

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30 Minuten mit Ernst Ludwig Kirchner

Mittwoch, 18. Februar 2015, 17.30 Uhr
Frühe Druckgrafik – Kirchner und der Jugendstil
Museum Gunzenhauser
Viktoria Wilhelmine Tiedeke, wissenschaftliche Volontärin

Mittwoch, 25. Februar 2015, 17.30 Uhr
Der alternative Lebensentwurf der Brücke – „Erich Heckel und Dodo im Atelier“
Museum Gunzenhauser
Anja Richter, Kuratorin

Mittwoch, 4. März 2015, 17.30 Uhr
Die Sommer im Freien – Badeausflüge an die Moritzburger Teiche
Museum Gunzenhauser
Viktoria Wilhelmine Tiedeke, wissenschaftliche Volontärin

Mittwoch, 11. März 2015, 17.30 Uhr
„Sitzender Akt mit Fächer“ – Eine unbeantwortete Liebe?
Museum Gunzenhauser
Anja Richter, Kuratorin

Mittwoch, 18. März 2015, 17.30 Uhr
„Blaue Brücke“ – Der Farbenmensch Kirchner
Kunstsammlungen Chemnitz am Theaterplatz
Viktoria Wilhelmine Tiedeke, wissenschaftliche Volontärin

Mittwoch, 25. März 2015, 17.30 Uhr
Erlebnis Großstadt – „Ansprachen auf der Straße I“
Museum Gunzenhauser
Anja Richter, Kuratorin

Donnerstag, 26. März 2015, 19 Uhr
Literarischer Salon im Foyer
in Zusammenarbeit mit dem Schauspiel Chemnitz
Christine Gabsch und Wolfgang Adam widmen sich Kirchners literarischem Werk.

Mittwoch, 1. April 2015, 17.30 Uhr
„Garten Graef in Jena“ – Ende und Neuanfang
Kunstsammlungen Chemnitz am Theaterplatz
Viktoria Wilhelmine Tiedeke, wissenschaftliche Volontärin

Mittwoch, 8. April 2015, 17.30 Uhr
Der kranke Künstler – „Morgenkaffee“
Museum Gunzenhauser
Anja Richter, Kuratorin

Mittwoch, 15. April 2015, 17.30 Uhr
Kühe, Hirten und Bauern – Die Schweizer Bergwelt
Museum Gunzenhauser
Viktoria Wilhelmine Tiedeke, wissenschaftliche Volontärin

Mittwoch, 22. April 2015, 17.30 Uhr
„Doppelbildnis des Ehepaares Schiefler“ – Kunstkritiker und Mäzen
Museum Gunzenhauser
Anja Richter, Kuratorin

Mittwoch, 29. April 2015, 17.30 Uhr
„Chemnitzer Fabriken“ – Eine Reise in die Kindheit
Kunstsammlungen Chemnitz am Theaterplatz
Anja Richter, Kuratorin

Mittwoch, 6. Mai 2015, 17.30 Uhr
Kirchner und der Tanz – „Vier dunkelblaue  Akrobaten“
Museum Gunzenhauser
Viktoria Wilhelmine Tiedeke, wissenschaftliche Volontärin

 

Öffentliche Führungen
Donnerstag 15 Uhr
Samstag, Sonntag und Feiertrag 14 Uhr

Galerie

Die Häuser der Kunstsammlungen Chemnitz

Museum Gunzenhauser, Foto: Kunstsammlungen Chemnitz/PUNCTUM/Bertram Kober

Museum Gunzenhauser

Das Museum Gunzenhauser gibt es seit 2007. Hier sehen Sie viele Kunst·Werke, die nach dem Jahr 1900 entstanden sind.

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  • Öffnungs·Zeiten


    Dienstag bis Sonntag und an Feiertagen
    geöffnet von 11 Uhr bis 18 Uhr

    An einigen Feier·Tagen ist zu: Heilig·Abend, 1. Weihnachtsfeiertag und Silvester.

  • Preise

    Der Eintritt kostet 14 Euro.
    Der Eintritt mit Ermäßigung kostet 9,50 Euro.
    Ermäßigung bekommen zum Beispiel

    • Kinder bis 17 Jahre
    • Menschen mit Schwer·Behinderung
    • und viele andere.

    Fragen Sie bitte an der Kasse nach.

    Tickets
  • Museumsshop

    Publikationen, Postkarten, Plakate und sonstige Museumsartikel sind an der Museumskasse erhältlich.
    Bestellungen richten Sie bitte an service.kunstsammlungen@stadt-chemnitz.de oder an die Faxnummer +49 (0)371 488 4498. Nutzen Sie hierfür bitte unser Bestellformular.

  • Adresse und Kontakt

    Stollberger Straße 2
    09119 Chemnitz

    Telefon 0371 488 7024
    Fax 0371 488 7099
    E·Mail gunzenhauser@stadt-chemnitz.de

  • Barriere·Freiheit

    Der barrierefreie Eingang ist Stollberger Straße 2.
    Rollstuhl·Nutzer können alle Räume besuchen.

    Blinden·Hunde und Therapie·Hunde dürfen mit ins Museum.
    Für blinde Menschen gibt es einige Tast-Bilder.

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