Museum Gunzenhauser

Lebenswege

05.03.2023 – 02.07.2023

Adresse und Kontakt

Stollberger Straße 2
09119 Chemnitz

Telefon 0371 488 7024
Fax 0371 488 7099
E·Mail gunzenhauser@stadt-chemnitz.de

Öffnungs·Zeiten

Februar bis Mai 2026
Mittwoch bis Sonntag und an Feiertagen
geöffnet von 11 Uhr bis 18 Uhr

Ab Juni 2026
Dienstag bis Sonntag und an Feiertagen
geöffnet von 11 Uhr bis 18 Uhr

An einigen Feier·Tagen ist zu: Heilig·Abend, 1. Weihnachtsfeiertag und Silvester.

Adresse und Kontakt

Stollberger Straße 2
09119 Chemnitz

Telefon 0371 488 7024
Fax 0371 488 7099
E·Mail gunzenhauser@stadt-chemnitz.de

Öffnungs·Zeiten

Februar bis Mai 2026
Mittwoch bis Sonntag und an Feiertagen
geöffnet von 11 Uhr bis 18 Uhr

Ab Juni 2026
Dienstag bis Sonntag und an Feiertagen
geöffnet von 11 Uhr bis 18 Uhr

An einigen Feier·Tagen ist zu: Heilig·Abend, 1. Weihnachtsfeiertag und Silvester.

Künstler:innen zwischen den Systemen

Im Fokus der Ausstellung stehen die Kontinuitäten, Brüche und Widersprüche künstlerischer Lebenswege von der Weimarer Republik über die Zeit des Nationalsozialismus bis zu den Anfängen von Bundesrepublik Deutschland und DDR. Dafür werden Leben und Werk sechs bedeutender Künstler:innen aus dem eigenen Sammlungsbestand exemplarisch in den Blick genommen: Rudolf Bergander (1909–1970), Otto Dix (1891–1969), Lea Grundig (1906–1977), Wilhelm Rudolph (1889–1982), Gustav Schaffer (1881–1937) und Martha Schrag (1870–1957). Sie alle hatten ihren künstlerischen Ausgangspunkt in Chemnitz und/oder Dresden, kannten sich mitunter gegenseitig und prägten mit ihren Arbeiten die Realismusbewegungen der 1920er Jahre beziehungsweise die Kunstrichtung der Neuen Sachlichkeit.

Diese sechs Künstler:innen erlebten und verarbeiteten die massiven Umbrüche und tiefgreifenden Krisen des 20. Jahrhunderts in völlig unterschiedlicher Art und Weise. Wie vielseitig sich das künstlerische Schaffen in den verschiedenen Systemen veränderte, erzählt die Ausstellung anhand zentraler – in einigen Fällen erstmals öffentlich ausgestellter – Werke. Während die Künstler:innen in den 1920er Jahren Glanz und Elend der Weimarer Republik in gegenstandsbetonten und teilweise gesellschaftskritischen Bildern verarbeiteten, führte die NS-Machtübernahme zu fundamentalen Umbrüchen: Einige von ihnen wurden aus antisemitischen, politischen oder anderweitigen Gründen verfolgt und zugleich verfemt. Andere wiederum fanden alsbald ästhetische oder sogar inhaltliche Anknüpfungspunkte mit dem NS-Regime und konnten im nationalsozialistisch kontrollierten Kunstsystem Fuß fassen. Mit Ausnahme von Lea Grundig – die als verfolgte jüdische Künstlerin ins palästinensische Exil floh und 1949 zurückkehrte – blieben die genannten Künstler:innen in Deutschland und arbeiteten weiter. Die in der NS-Zeit geschaffenen Bilder spiegeln die unterschiedlichen Verhaltensweisen und Handlungsspielräume der Protagonsit:innen besonders eindringlich wider.

Nach der Niederschlagung des NS-Regimes und der Teilung Deutschlands trafen die künstlerischen Lebenswege – abgesehen von dem bereits 1937 gestorbenen Schaffer – abermals aufeinander. Im aufkommenden Ost-West-Konflikt schafften es die Protagonist:innen erneut, sich künstlerisch in den beiden gegensätzlichen politischen Systemen der Nachkriegszeit zu etablieren. Die Ausstellung hinterfragt bisherige Zuschreibungen und spürt den ambivalenten und oftmals unbekannten Lebenswegen in einem »Zeitalter der Extreme« (Eric Hobsbawm) nach.

Workshop für Schulklassen, Kinder und Jugendliche
Oppositionelle Jugendcliquen haben Johannes Herwig zu seinem Roman Bis die Sterne zittern inspiriert, der von jungen Menschen im Nationalsozialismus erzählt. Johannes Herwig liest aus seinem Buch und bietet danach die Möglichkeit, miteinander ins Gespräch zu kommen.
Anmeldungen: kunstbus@stadt-chemnitz.de oder T +49 (0)371 488 4427

Galerie

Die Häuser der Kunstsammlungen Chemnitz

Museum Gunzenhauser, Foto: Kunstsammlungen Chemnitz/PUNCTUM/Bertram Kober

Museum Gunzenhauser

Das Museum Gunzenhauser gibt es seit 2007. Hier sehen Sie viele Kunst·Werke, die nach dem Jahr 1900 entstanden sind.

Mehr erfahren
  • Preise

    Der Eintritt kostet 14 Euro.
    Der Eintritt mit Ermäßigung kostet 9,50 Euro.
    Ermäßigung bekommen zum Beispiel

    • Kinder bis 17 Jahre
    • Menschen mit Schwer·Behinderung
    • und viele andere.

    Fragen Sie bitte an der Kasse nach.

    Tickets
  • Kombikarte Kunstsammlungen am Theaterplatz und Museum Gunzenhauser

    Ab 21.9.2025: Eintritt 22 Euro, ermäßigt 15 Euro Ab 4.11.2025: Eintritt 18 Euro, ermäßigt 12 Euro

    Tickets
  • Kombikarte alle Museen inklusive Burg Rabenstein

    Ab 21.9.2025: Eintritt 32 Euro, ermäßigt 22 Euro Ab 4.11.2025: Eintritt 28 Euro, ermäßigt 19 Euro

    Tickets
  • Öffnungs·Zeiten

    Februar bis Mai 2026
    Mittwoch bis Sonntag und an Feiertagen
    geöffnet von 11 Uhr bis 18 Uhr

    Ab Juni 2026
    Dienstag bis Sonntag und an Feiertagen
    geöffnet von 11 Uhr bis 18 Uhr

    An einigen Feier·Tagen ist zu: Heilig·Abend, 1. Weihnachtsfeiertag und Silvester.

  • Anfahrt

    Stollberger Straße 2, Chemnitz
    Anreise ab Hauptbahnhof Chemnitz: Tram 4 Richtung Hutholz bis Haltestelle Falkeplatz/Museum Gunzenhauser

    Mit Bus und Bahn
    Nehmen Sie die Straßen·Bahn Linie 1
    Richtung Schönau bis Falkeplatz.
    Oder die Straßen·Bahn Linie 4 Richtung Hutholz bis Falkeplatz.

    Mit dem Auto
    Barrierefreie Park·Plätze finden Sie direkt am Museum.

  • Barriere·Freiheit

    Der barrierefreie Eingang ist Stollberger Straße 2.
    Rollstuhl·Nutzer können alle Räume besuchen.

    Blinden·Hunde und Therapie·Hunde dürfen mit ins Museum.
    Für blinde Menschen gibt es einige Tast-Bilder.

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