Museum Gunzenhauser Im Gespräch

»Eine umfangreiche geistige Welt«. Max Peiffer Watenphul nach 1945

Wann

27.04.2022 um 18:30 Uhr (60 Min.)

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27.04.2022 um 18:30 Uhr (60 Min.)

Thematische Führung von Michael Semff, künstlerischer Leiter des Archivs Peiffer Watenphul, durch die Ausstellung.

Promovierter Jurist, Schüler am Bauhaus, Lehrer an der Folkwangschule in Essen und vernarrt in Italien: Das Museum Gunzenhauser widmet einem besonderen Künstler aus der Sammlung eine retrospektive Ausstellung: Max Peiffer Watenphul. Er entdeckt seine Liebe zur Malerei in der Auseinandersetzung mit den Valori Plastici und mit Paul Klee, dem er ans Bauhaus folgt. Hier arbeitet er in allen Werkstätten und entwickelt eine ganz eigenwillige Malerei. In seinen ausgefeilten Kompositionen führt er die Vereinfachung der Darstellung mit sachlicher Nüchternheit zusammen. Dabei trifft ein strenger Realismus immer wieder auf irritierende Momente, verzerrte Proportionen und multiperspektivische Formen.

Nach mehreren Reisen in die unterschiedlichsten Länder wie Mexiko, Kroatien und Südfrankreich emigriert er 1937 auf politischen Druck in sein Sehnsuchtsland Italien und beginnt, sich intensiv in südliche Landschaften und die venezianische Architektur zu vertiefen. In diesen Bildern wirkt seine Ausbildung deutlich nach. Immer wieder widmet er sich den gleichen Motiven und versucht, ihnen Neues zu entlocken.

Die Ausstellung präsentiert einen retrospektiven Überblick über das außergewöhnliche Schaffen Max Peiffer Watenphuls. Sie spürt dem Fortbestehen der Bauhaus-Ideen in seinem gesamten Werk nach, stellt aber auch Fragen nach der Bildfindung, dem kontemplativen Vertiefen in einzelne Motive und dem Experiment mit Bildausschnitt, Licht und Farbe. Neben seinem eindrucksvollen Œuvre sind darüber hinaus auch seine vielfältigen Kontakte zu Künstlern, Literaten und Intellektuellen dieser Zeit hervorzuheben. Dementsprechend erzählt die Ausstellung auch vom Austausch und der gegenseitigen Beeinflussung mit etwa Helmut Kolle, Otto Dix oder Alexej von Jawlensky.

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Die Häuser der Kunstsammlungen Chemnitz

Museum Gunzenhauser, Foto: Kunstsammlungen Chemnitz/PUNCTUM/Bertram Kober

Museum Gunzenhauser

Das Museum Gunzenhauser gibt es seit 2007. Hier sehen Sie viele Kunst·Werke, die nach dem Jahr 1900 entstanden sind.

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    Stollberger Straße 2
    09119 Chemnitz

    Telefon 0371 488 7024
    Fax 0371 488 7099
    E·Mail gunzenhauser@stadt-chemnitz.de

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    Der barrierefreie Eingang ist Stollberger Straße 2.
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