Museum Gunzenhauser

Expressionismus in Deutschland

Presentation of the Collection

Address and Contact Information

Falkeplatz, 09112 Chemnitz
Mailing address and barrier-free access:
Stollberger Straße 2, 09119 Chemnitz
T +49 (0)371 488 7024, F +49 (0)371 488 7099
gunzenhauser@stadt-chemnitz.de

Opening hours

February to May 2026: Wed – Sun, public holidays 11 am – 6 pm
from June 2026: Tue – Sun, public holidays 11 am – 6 pm
closed 24./25./31.12.

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gunzenhauser@stadt-chemnitz.de

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Ein Schwerpunkt in der Sammlung Alfred Gunzenhausers bilden Werke der deutschen Expressionist:innen. Der Ausstellungsrundgang beginnt mit Arbeiten von Paula ModersohnBecker, eine der bedeutendsten Vertreter:innen des frühen Expressionismus. In Worpswede malt sie vorrangig bäuerliche Szenen, nicht romantisch, aber auch nicht anklagend. Sie mag die
einfachen Menschen und ist an Form, Fläche und Konstruktion interessiert. Entscheidend für ihre Entwicklung sind ihre wiederholten Aufenthalte in Frankreich, wo sich auch Gabriele Münter und
Oskar Moll zeitweise aufhalten, sich mit den aktuellen Kunstströmungen der Avantgarde auseinandersetzen oder private Malschulen besuchen. Innerhalb Frankreichs vollzieht sich mit
den Malern von Barbizon und den Impressionisten bereits Mitte des 19. Jahrhunderts eine erste Abwendung vom offiziellen akademischen Kunstbetrieb.

In Deutschland entscheiden sich 1905 vier Architekturstudenten zur Gründung der Künstlergruppe Brücke. Ernst Ludwig Kirchner, Erich Heckel, und Karl Schmidt-Rottluff kommen aus Chemnitz, wo die letzteren beiden sich schon als Schüler zur Gruppe Vulkan zusammentun und gemeinsam malen, dichten und musizieren. Die jungen Künstler entwickeln in Dresden ein Selbstverständnis als Gruppe mit gemeinsamen Absichten, die Kirchner 1906 in einem in Holz geschnitten Programm zusammenfasst: »Jeder gehört zu uns, der unmittelbar und unverfälscht das wiedergibt, was ihn zum Schaffen drängt.« Dieser kurze, unverbindliche Text bleibt die einzige theoretische Erklärung der Brücke. Statt nach intellektueller Vertiefung des Gestaltungsaktes, streben die Künstler vielmehr nach einer praktischen Vermittlung von Freiheit und Aufbruch.

Dem gegenüber steht die Künstlergruppe Blauer Reiter, die in mancher Hinsicht den Gegenpolzur Brücke bildet. Der Name verdankt sich einem Buch, dem Almanach »Der Blaue Reiter«,
herausgegeben von Wassily Kandinsky und Franz Marc. In seinen Abbildungen spiegelt er die avantgardistische Kunstproduktion in Europa so gut wie komplett wider. Auch die BrückeKünstler finden Berücksichtigung. In suggestiven Vergleichen werden ausgewählte mittelalterliche und frühneuzeitliche Werke sowie Beispiele der Volkskunst, afrikanische, ozeanische und fernöstliche Artefakte gegenübergestellt. Nur zwei Ausstellungen finden unter dem Titel »Der Blaue Reiter« statt, beide in München. Hier nehmen auch weitere Künstler teil wie August Macke, Wilhelm Morgner oder Heinrich Campendonk. Im Zentrum von Alfred Gunzenhausers Sammelleidenschaft stehen jedoch vorrangig Werke von Gabriele Münter und Alexej von Jawlensky. Besonders in den Landschaften von Murnau, wo sie eine äußerst anregende und produktive Zeit verbringen, lässt sich die künstlerische Nähe der beiden nachvollziehen. Mit dem Ausbruch des Ersten Weltkrieges und der dadurch bedingten Trennung der befreundeten Künstler:innen findet die Vereinigung ein frühes Ende. Die Ideen und Konzepte des Blauen Reiter wirken jedoch weiter und prägen später wesentlich die Entwicklung von Bauhaus und der abstrakten Malerei.

The houses of the Kunstsammlungen Chemnitz

Museum Gunzenhauser, Foto: Kunstsammlungen Chemnitz/PUNCTUM/Bertram Kober

Museum Gunzenhauser

The Museum Gunzenhauser houses the collection of the Munich gallery owner Dr. Alfred Gunzenhauser and holds more than 3,000 works by 270 artists, including works of classic modern art and from the second half of the 20th century. The owner is the Gunzenhauser Foundation.

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  • Admission

    General admission 10 Euros, reduced admission 6,50 Euros

    For children and adolescents through age 17, as well as for students of the Technical University Chemnitz, holders of a Chemnitzpass, and chaperones to severely handicapped persons, admission is always free.
    For further information regarding individual and group admission fees and combination tickets valid for more than one of the museums within the Kunstsammlungen Chemnitz, please see the schedule of fees (Entgeltordnung).

    Tickets
  • Combination Ticket – Art Collections at Theaterplatz and Gunzenhauser Museum

    From November 4, 2025: general admission 18 euros, reduced admission 12 euros

    Tickets
  • Combination Ticket – All Museums Including Rabenstein Castle

    From November 4, 2025: general admission 28 euros, reduced admission 19 euros

    Tickets
  • Opening hours

    February to May 2026: Wed – Sun, public holidays 11 am – 6 pm
    from June 2026: Tue – Sun, public holidays 11 am – 6 pm
    closed 24./25./31.12.

  • Getting there

    Stollberger Straße 2, Chemnitz
    Getting there from Chemnitz Main Station: tram no. 4 (direction Hutholz) to the Falkeplatz/Museum Gunzenhauser stop

  • Barriere·Freiheit

    Der barrierefreie Eingang ist Stollberger Straße 2.
    Rollstuhl·Nutzer können alle Räume besuchen.

    Blinden·Hunde und Therapie·Hunde dürfen mit ins Museum.
    Für blinde Menschen gibt es einige Tast-Bilder.

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