Schloßbergmuseum

Aus Teig gedrückt

26.11.2017 – 21.01.2018

Öffnungszeiten

Di – So, Feiertag 11 – 18 Uhr
24., 25. & 31.12. geschlossen
Ab 2027: Di – So und an Feiertagen 11–17 Uhr
Mai bis September: Jeden 2. Donnerstag im Monat 11–20 Uhr

Adresse & Kontakt

Schloßberg 12, 09113 Chemnitz
T +49 (0)371 488 4520, F +49 (0)371 488 4599
schlossbergmuseum@stadt-chemnitz.de

Spielzeug und Weihnachtsfiguren aus dem Erzgebirge

Präsentiert werden Spielzeug und Weihnachtsfiguren des Erzgebirges aus der Sammlung Claus Leichsenring. Die im Zeitraum von etwa 150 Jahren entstandenen sogenannten Massefiguren wurden vorrangig aus Papiermaschee gefertigt.

Die Verwendung modellierbarer Masse ist bereits Ende des 18. Jahrhunderts für Schneeberg und Annaberg bei der Fertigung von Puppen nachweisbar. Seit 1818 stellte man in Scheibenberg fabrikmäßig naturgetreu modellierte und bemalte Tiere aus Papiermaschee her. Im ältesten Spielzeugmusterbuch des Erzgebirges (um 1850) lassen sich neben gedrechseltem und beschnitztem Spielzeug auch eine große Zahl von Massefiguren finden. Als Material diente meist Papiermaschee, wobei jeder Hersteller sein eigenes Rezept verwendete. Wesentliche Bestandteile waren Papierbrei, Mehl und Knochenleim, weitere Zusätze auch Kreide, Ton oder feines Sägemehl. Die gut durchgeknetete Masse wurde in zweiteilige Formen aus Holz, Metall, Schwefel oder Gips gedrückt. Nach dem Trocknen verputzte man die Pressnähte, fügte abstehende Teile wie Arme an und bemalte die Figuren.

Besonders der sich in der zweiten Hälfte des 19. Jahrhunderts immer weiter verbreitende Weihnachtsbrauch, das Basteln und Aufstellen von Weihnachtsbergen und Pyramiden, führte zu einem zunehmenden Bedarf an geeigneten Figuren. Dabei boten aus Masse gedrückte eine preiswerte Alternative zu den aufwendig geschnitzten Figuren. In Annaberg gründeten Friedrich Hermann Lahl (1864) und Max Grummt (1879) Firmen zur Herstellung von Spiel- und Weihnachtsfiguren aus Papiermaschee. Sie boten ein breites Sortiment von Haustieren und Exoten, Jägern und Jagdtieren, Dorf- und Stadtfiguren, Bergaufzügen und Krippenfiguren an. Gegen 1900 kam eine Vielzahl von Zwergen dazu. Die Verwendung von Teig zur Ausgestaltung gedrechselter Figuren war ebenfalls üblich. Arme, Füße, Details der Kleidung oder Zubehör wurden damit angefügt, mitunter auch Gesichter aus Teig aufgedrückt.

Es lassen sich heute mehr als zwanzig Massefigurenhersteller, meist Familienbetriebe, für das sächsische Erzgebirge nachweisen. Der Zweite Weltkrieg brachte die Spielwarenherstellung zum Erliegen. In den folgenden Jahren beendeten die meisten Hersteller altersbedingt oder aus wirtschaftlichen Gründen die Fertigung der Teigfiguren. Viel Wissen um diesen Zweig erzgebirgischen Kunsthandwerks ging verloren. Seit dem Jahr 2000 werden in Mildenau mit den aufbewahrten Formen von Lahl wieder Figuren in der überlieferten Technik hergestellt.

Die Häuser der Kunstsammlungen Chemnitz

Schloßbergmuseum, Ostgiebel, Foto: Kunstsammlungen Chemnitz/Schloßbergmuseum

Schloßbergmuseum

Das Chemnitzer Museum für Stadtgeschichte ist in einer der schönsten und besterhaltenen Klosteranlagen Sachsens untergebracht.

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  • Öffnungszeiten

    Di – So, Feiertag 11 – 18 Uhr
    24., 25. & 31.12. geschlossen
    Ab 2027: Di – So und an Feiertagen 11–17 Uhr
    Mai bis September: Jeden 2. Donnerstag im Monat 11–20 Uhr

  • Eintritt

    8 Euro, ermäßigt 5 Euro

    Der Eintritt ins Museum ist immer kostenfrei für Kinder und Jugendliche bis zur Vollendung des 18. Lebensjahres sowie für Schüler:innen, Besuchende an ihrem Geburtstag, Studierende der TU Chemnitz, Chemnitzpass-Inhaber:innen, Begleitpersonen für Kindergarten- und Schulgruppen (eine Begleitperson je 5 Kinder/Jugendliche), Begleitpersonen von gebuchten Führungen und Betreuer:innen von Schwerbehinderten.
    Weitere Informationen zu Eintrittspreisen, Ermäßigungen, Gruppentarifen und Kombitickets für mehrere Museen der Kunstsammlungen Chemnitz entnehmen Sie bitte der Entgeltordnung.

    Tickets
  • Museumsshop

    Publikationen, Postkarten, Plakate und sonstige Museumsartikel sind an der Museumskasse erhältlich.
    Bestellungen richten Sie bitte an service.kunstsammlungen@stadt-chemnitz.de oder an die Faxnummer +49 (0)371 488 4498. Nutzen Sie hierfür bitte unser Bestellformular.

  • Adresse & Kontakt

    Schloßberg 12, 09113 Chemnitz
    T +49 (0)371 488 4520, F +49 (0)371 488 4599
    schlossbergmuseum@stadt-chemnitz.de

  • Barriere·Freiheit

    Rollstuhl·Nutzer können die Dauer·Ausstellung besuchen.

    Blinden·Hunde und Therapie·Hunde dürfen mit ins Museum.

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