Henry van de Velde Museum

Schauseite der Villa Esche unmittelbar nach der Restaurierung, 2002, Foto: Kunstsammlungen Chemnitz/PUNCTUM/Hans-Christian Schink

Das Henry van de Velde Museum in der Villa Esche

Die Villa Esche wurde 1902 von dem belgischen Architekten und Designer Henry van de Velde für den Chemnitzer Textilunternehmer Herbert Esche als Einfamilienhaus entworfen. Henry van de Velde (1863–1957) gehörte Anfang des 20. Jahrhunderts zu den gefragtesten Künstlern Europas. Mit dem Ziel, Funktion und Ästhetik in Einklang zu bringen, strebte er eine künstlerische Reform aller Lebensbereiche an. Die Villa Esche war sein erstes architektonisches Auftragswerk in Deutschland und für sein Schaffen von großer Bedeutung. Die Villa ist ein Gesamtkunstwerk des Jugendstils und zählt zu den architektonischen Juwelen in Chemnitz. Nach einer wechselvollen Geschichte von 1998 bis 2001 aufwändig restauriert, beherbergt die Villa Esche heute das Henry van de Velde Museum als Dependance der Kunstsammlungen Chemnitz. Der museale Bereich umfasst im Erdgeschoss das Speisezimmer und den Musiksalon mit dem Originalmobiliar der Familie Esche sowie im Obergeschoss die Dauerausstellung mit herausragenden Exponaten aus dem Bestand der Kunstsammlungen Chemnitz und aus Privatbesitz. Ferner lädt der parkartige Garten – ebenfalls Teil des Gesamtkunstwerks – zu einem Rundgang ein.

Als Begegnungsstätte für Wirtschaft, Kunst, Kultur und Gesellschaft ist die Villa Esche außerdem Tagungsstätte und Veranstaltungspodium der Grundstücks- und Gebäudewirtschafts-Gesellschaft m.b.H. (GGG), die Eigentümerin der Gesamtanlage ist und zusätzlich Führungen durch die gesamte Villa anbietet.

Henry van de Velde verwirklichte in Chemnitz außerdem den Lawn-Tennis-Club im Auftrag von Fritz Esche, die partielle Ausstattung der Villa Quisisana sowie 1914 die Villa Koerner in der Beyerstraße. Beide Villen sind heute noch vorhanden, während der Lawn-Tennis-Club leider nicht mehr existiert.

Wegbeschreibung Wegbeschreibung

Galerie

Schauseite der Villa Esche unmittelbar nach der Restaurierung, 2002, Foto: Kunstsammlungen Chemnitz/PUNCTUM/Hans-Christian Schink
Schauseite der Villa Esche unmittelbar nach der Restaurierung, 2002
Schauseite der Villa Esche unmittelbar nach der Restaurierung, 2002, Foto: Kunstsammlungen Chemnitz/PUNCTUM/Hans-Christian Schink
Schauseite der Villa Esche unmittelbar nach der Restaurierung, 2002
Louis Held (1851–1927), Villa Esche, Ansicht von Süden, nach 1911, Fotografie, 20 x 28,4 cm, Kunstsammlungen Chemnitz, Foto: Kunstsammlungen Chemnitz/Archiv
Louis Held (1851–1927)
Villa Esche, Ansicht von Süden, nach 1911
Henry van de Velde und Herbert Esche mit Sohn Hans-Herbert vor der Villa Esche, um 1904, Fotografie, 12 x 16,8 cm, Kunstsammlungen Chemnitz, Foto: Kunstsammlungen Chemnitz/Archiv
Henry van de Velde und Herbert Esche mit Sohn Hans-Herbert vor der Villa Esche, um 1904
Foyer der Villa Esche, Foto: Kunstsammlungen Chemnitz/PUNCTUM/Hans-Christian Schink © VG Bild-Kunst, Bonn 2020
Foyer der Villa Esche
Foyer und Treppenhaus der Villa Esche, Foto: Kunstsammlungen Chemnitz/PUNCTUM/Hans-Christian Schink © VG Bild-Kunst, Bonn 2020
Foyer und Treppenhaus der Villa Esche
Hallenoberlicht in der Villa Esche, Foto: Kunstsammlungen Chemnitz/PUNCTUM/Hans-Christian Schink © VG Bild-Kunst, Bonn 2020
Hallenoberlicht in der Villa Esche
Musiksalon in der Villa Esche, Foto: Kunstsammlungen Chemnitz/PUNCTUM/Hans-Christian Schink © VG Bild-Kunst, Bonn 2020
Musiksalon in der Villa Esche
Esszimmer in der Villa Esche, Foto: Kunstsammlungen Chemnitz/PUNCTUM/Hans-Christian Schink © VG Bild-Kunst, Bonn 2020
Esszimmer in der Villa Esche
Henry van de Velde Museum in der Villa Esche (ehemaliges Schlafzimmer), 2002, Foto: Kunstsammlungen Chemnitz/PUNCTUM/Hans-Christian Schink © VG Bild-Kunst, Bonn 2020
Henry van de Velde Museum in der Villa Esche (ehemaliges Schlafzimmer), 2002
Henry van de Velde (1863–1957), Tisch für den ehemaligen Lawn-Tennis-Club in Chemnitz, 1908, Ahorn, Schleiflack, 73 x 75 x 75 cm, Kunstsammlungen Chemnitz, Foto: bpk/Kunstsammlungen Chemnitz/May Voigt © VG Bild-Kunst, Bonn 2020
Henry van de Velde (1863–1957)
Tisch für den ehemaligen Lawn-Tennis-Club in Chemnitz, 1908

Besucherinformationen

Adresse und Kontakt

Parkstraße 58, 09120 Chemnitz
T +49 (0)371 488 4424, F +49 (0)371 488 4499
kunstsammlungen@stadt-chemnitz.de

 

Öffnungszeiten

Do–So 10–18 Uhr
24.12. & 31.12. geschlossen

 

Eintrittspreise

Eintritt 5 Euro, ermäßigt 3 Euro
Am 1. Freitag im Monat (bis 31.12.2020) freier Eintritt für alle.
Für Kinder und Jugendliche bis zur Vollendung des 18. Lebensjahres sowie für Schüler:innen, Studierende der TU Chemnitz, Chemnitzpass-Inhaber:innen und Betreuer:innen von Schwerbehinderten ist der Eintritt ins Museum immer kostenfrei.
Weitere Informationen zu Eintrittspreisen, Ermäßigungen, Gruppentarifen und Kombitickets für mehrere Museen der Kunstsammlungen Chemnitz entnehmen Sie bitte der Entgeltordnung.

 

Museumsshop

Verschiedene Publikationen, Postkarten sowie Plakate sind an der Museumskasse erhältlich.

 

Führungen

Führungen für Kleingruppen (bis max. 9 Personen) können unter +49 (0)371 488 4424 oder info.kunstsammlungen@stadt-chemnitz.de gebucht werden.