Kunstsammlungen am Theaterplatz
27. Apr 2013 – 16. Jun 2013

ABSTRAKTION NACH 1945

ABSTRAKTION NACH 1945
Gemälde aus der Sammlung

Nach 1945 orientierten sich junge europäische Künstler verstärkt an der Entwicklung abstrakter Tendenzen in den USA und knüpften zugleich an Traditionen europäischer gegenstandsloser Vorkriegskunst an. Zugleich bot sich die abstrakte Malerei als Demonstration politischer und künstlerischer Fortschrittlichkeit und Freiheit an. Bildidee, Komposition und Farbauftrag wurden von den Künstlern als abstrakter Vorgang an sich erkannt. Thematisiert wurden die formalen Gestaltungsprinzipien, die Gebärdensprache des Künstlers selbst oder auch die farblichen Veränderungen. In den Werken informeller Kunst erhielt der spontane Malgestus selbst Bedeutung. Dagegen sind die überwiegend geistig vorbereiteten und meist durch rein geometrische Konstruktion erzeugten Werke im Begriff der Konkreten Kunst zusammengefasst. Op-Art, Minimal-Art, Farbfeldmalerei und zahlreiche andere Spielarten abstrakter Kunst bestimmen die zweite Hälfte des 20. Jahrhunderts und existieren parallel zur Malerei mit gegenständlichen Motiven. Alle Werke abstrakter Malerei erfordern auch vom Betrachter einen erweiterten, interaktiven Zugang, in dem er seine Wahrnehmungen verfeinert und neue Fähigkeiten der Rezeption entwickelt.

KÜNSTLER

Karl-Heinz Adler (*1927)
Willi Baumeister (1889-1955)
Karl Fred Dahmen (1917-1981)
Hartwig Ebersbach (*1940)
Günter Fruhtrunk (1923-1982)
Rupprecht Geiger (1908-2009)
Karl Otto Götz (*1914)
Imi Knoebel (*1940)
Ernst Wilhelm Nay (1902-1968)
Georg Karl Pfahler (1926-2002)
Serge Poliakoff (1900-1969)
Markus Prachensky (1932-2011)
Bernhard Schultze (1915-2005)
Emil Schumacher (1912-1999)
Fred Thieler (1916-1999)
Fritz Winter (1905-1976)

ÖFFNUNGSZEITEN
Dienstag – Sonntag, Feiertag 11 – 18 Uhr

ÖFFENTLICHE FÜHRUNGEN
Samstag, Sonntag, Feiertage 12 Uhr
( Zusammen mit den Ausstellungen KÜNSTLERPLAKATE AUS DER DDR 1970–1989 und KATAGAMI)

EINTRITT
6 Euro | ermäßigt 4 Euro